29.08.2019 in Kultur

Mehr Räume für Literaturschaffende

 

Bereits vor längerem hatte die SPD-Fraktion Mitte einen Antrag in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eingebracht, der auf eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die schreibende Zunft abzielt – also für selbstständige Autor*innen, Übersetzer*innen und Lektor*innen, die bei der Kulturförderung leicht mal übersehen werden. „Gerade die Literaturschaffenden arbeiten sehr vereinzelt und oft auch in prekären Verhältnissen - da steht es uns gut an, wenn wir die ökonomische Selbständigkeit der Kreativen in diesem Bereich etwas unterstützen“, so Vera Morgenstern, Mitglied der SPD-Fraktion Mitte und Vorsitzende des Ausschusses für Bildung und Kultur in der BVV Mitte. "Wir nehmen da Forderungen auf, die von vielen Seiten an uns herangetragen wurden - nicht zuletzt vom AK Kultur der SPD Mitte und von den Kulturschaffenden selbst."

 

23.07.2019 in Kultur

Gedenken an den 20. Juli 1944

 

Der Bezirk Mitte gedenkt jährlich am 20. Juli mit einer Kranzniederlegung am Gedenkstein auf dem Vorplatz des Rathauses Wedding derjenigen, die ihren Widerstand gegen den Nationalsozialismus mit dem Leben bezahlten. Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg wurde am 20. Juli 1944 gemeinsam mit weiteren hohen Offizieren erschossen, weil sie versucht hatten, Adolf Hitler mit einer Bombe zu töten. Der 20. Juli 1944 gilt auch als Symbol für den gesamten deutschen Widerstand gegen das Nazi-Regime.

 

In seiner Rede würdigte Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel den tätigen Widerstand der Gruppe um Graf von Stauffenberg. Alle Beteiligten seien sich bewusst gewesen, dass sie dies gegebenenfalls mit ihrem Leben bezahlen mussten.

 

Unter Hinweis auf die Informations- und Erinnerungstafel für das Ehepaar Hampel am Ort der Gedenkfeier wurde auch der tätige Widerstand einfacher Bürgerinnen und Bürger gewürdigt, insbesondere auch die Menschen, die unter Gefährdung ihres eigenen Lebens jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger vor dem Naziterror versteckten und ihnen halfen, zu überleben.

 

Für die SPD-Fraktion in der BVV Mitte nahmen teil: Sascha Schug, Fraktionsvorsitzender, Ana-Anica Waldeck, Sprecherin für Gesundheit, die Bürgerdeputierte Elisabeth Graff und Vera Morgenstern, Beauftragte der Fraktion für Geschichte und Gedenken. Links daneben stehend Johannes Schneider, Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

 

Vera Morgenstern, 22. Juli 2019

14.05.2019 in Kultur

Infostele am Blutmai-Gedenkstein in der Wiesenstraße eingeweiht

 

 

Ein Beispiel gutnachbarschaftlicher Zusammenarbeit

 

Am 4. Mai 2019 wurde zum 90. Jahrestag der „Blutmai“-Krawalle neben dem „Blutmai“-Gedenkstein an der Walter-Röber-Brücke in Anwesenheit von Abgeordnetenhauspräsident Ralf Wieland, dessen Rede hier dokumentiert wird, eine Infostele eingeweiht. 

 

Auf dem Gedenkstein, der dort seit vielen Jahren steht, ist zu lesen: „Anfang Mai 1929 fanden hier bei Straßenkämpfen 19 Menschen den Tod, 250 wurden verletzt.“ Vielen war das zu wenig! Es wurden mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Auch im benachbarten Tageszentrum „Wiese 30“ für psychisch kranke Menschen sah man das so. Als Reaktion entstand dort eine AG Gedenkstein, an der sich Besucher*innen des Tageszentrums, aber auch Menschen aus der Nachbarschaft und historisch Interessierte aktiv beteiligten. Man wollte das Gedenken an die Toten wachhalten, besser über die historischen Hintergründe informieren und auch etwas zum Zusammenhalt im Kiez beitragen. Die Ergebnisse flossen in eine neue Internetseite ein, auf die ein QR-Code auf der Stele führt. Hier werden die Hintergründe der brutalen Mai-Unruhen von 1929 erläutert. 

 

13.06.2014 in Kultur

Ost-Sicht