23.02.2018 in Schule

Schule Adalbertstraße wird realisiert - planerisch muss der Schulneubau im Melchiorblock vor Sport gehen

 

Sicherlich ist richtig, dass Spiel- und Sportplätze in Berlin-Mitte fehlen.

Genauso richtig ist aber auch, dass Schulen fehlen.

Werden die Wünsche der Anwohnerinnen und Anwohner verglichen, kommen wir schnell zu dem Ergebnis, dass der Schulneubau vorgeht.

Das heißt: Kinder- und Jugendarbeit ja, aber nicht zu Lasten der Schulbildung.

Wir nehmen Niemanden etwas weg. Einschränkungen während der Bauphase und ggf. auch darüber hinaus, muss es aber gehen, wenn alle unsere Kinder beschult werden können, die einen Schulplatz benötigen.

Ein Schwerpunkt dabei ist die Nutzung als Schulgebäude. Die Schule Adalbertstraße soll wieder belebt werden.

Der Erhalt der Sportanlagen ist für uns ein zentraler Punkt in der bisherigen Diskussion. Nur können wir nicht einen wichtigen Punkt gegen den anderen ausspielen. Sport gegen Bildung geht nun mal nicht. Was haben Kinder davon, wenn sie keine Beschulung im Melchiorblock erhalten, dagegen aber Tennis spielen könnten. Nichts!

Der Tennisverein ist von September 2005 bis September 2030 durch die Zweckbindungszeit in Verbindung mit der Vertragslaufzeit mit dem Bezirksamt Mitte vertreten durch das Land Berlin, die Senatsverwaltung, gebunden. Ein Abriss scheidet also aus.

Der Melchiorblock wird daher planerisch betrachtet. Das Ergebnis ist bekannt. Im Prozess wurden alle Interessenlagen berücksichtigt werden.

Letztendlich steht die Kündigung des Tennisclubs bevor, um Baufreiheit für einen Schulneubau zu schaffen.

Im Nachgang zur Investitionsplanung hat das Bezirksamt Mitte beschlossen eine vierzügige Grundschule mit Standort Adalbertstraße zu errichten. Die Gesamtkosten betragen ca. 30 Mio. €. Entscheidungsträger ist die Senatsverwaltung für Schule, Jugend, Familie.

Dieser Bedarf an einer Schule wird gerechtfertigt durch die Gesamtschulplanung in der Region 10, wonach ca. 450 bis 500 Schülerinnen und Schüler zusätzlich eingeschult werden müssen. Dies sind deutlich mehr Betroffene als ca. 210 tennisbegeisterte Menschen, davon ca. 120 Kinder und Jugendliche.

Der Tennisclub Berlin-Mitte ist nicht der einzige. Es gibt noch mehr Tennisplätze in Berlin-Mitte einschließlich der Außenplätze.

Ein Anstieg der Zahl schulpflichtiger Kinder für das Gebiet wird also prognostiziert.

Mittel aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz stehen zur Verfügung.

Nach Möglichkeit soll das Tennisangebot im Interesse der Gebietsversorgung am Standort Melchiorblock in Kombination mit dem Ersatzneubau eines öffentlichen Spielplatzes und gleichzeitiger Beibehaltung der Tennisnutzung in der Tennishalle sowie teilweiser Erhalt der Tennisaußenplätze fortgeführt werden. Dazu gab es auch einen BVV-Beschluss.

Hierzu stehen wir immer noch. Nur macht die Entwicklung der Anzahl der neuen Schülerinnen und Schüler eine neue Positionierung erforderlich. Es ist zu prüfen, ob ein Nebeneinander von Schule und Tennisverein einschließlich Außenfläche noch möglich ist, ob auf die Durchwegung verzichtet werden kann oder ob der Schulneubau vor einer Sportnutzung gehen muss.

Wir haben uns als Fraktion für den Neubau einer Schule ausgesprochen, egal was letztendlich das Ergebnis seitens der Senatsverwaltung ist. Schulbildung muss Vorrang haben!

M.M. 22.02.2018

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