05.03.2019 in Bezirk

Gedenken an die Opfer der „Fabrik-Aktion“ und den „Frauenprotest in der Rosenstraße“ 1943

 

Am 27. Februar 1943 begann die erst später so benannte „Fabrik-Aktion“. Dabei wurden Tausende Jüdinnen und Juden vor allem an ihren Zwangsarbeitsstätten verhaftet, aber auch aus Wohnungen einbestellt und von den Straßen aufgegriffen und in Konzentrations- und Todeslager deportiert. In Berlin betraf dies auch viele in sogenannter Mischehe Lebende, die in das Sammellager in der Rosenstraße 2-4 in Berlin Mitte, dem ehemaligen Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde, gebracht wurden. Dagegen protestierten ihre nichtjüdischen Ehefrauen tagelang - bis zur Freilassung fast aller Festgenommenen. Diese Aktion gilt in der Forschung als die größte spontane Protestdemonstration im Deutschen Reich gegen das NS-Regime.

 

Der Bezirk Mitte gedenkt dieser mutigen Frauen jedes Jahr am Mahnmal Große Hamburger Straße mit anschließendem Schweigemarsch zur Rosenstraße sowie am Denkmal in der Rosenstraße.

 

04.03.2019 in Wohnen

Der Einsatz zahlt sich aus - greifbare Ergebnisse beim Mieterschutz

 

Der Einsatz der SPD-Fraktion und von SPD Baustadtrat Ephraim Gothe für einen verstärkten Schutz der Mieterinnen und Mieter zahlt sich aus. In der Februarsitzung der Bezirksverordnetenversammlung Mitte wurde mit dem Gebiet Alexanderplatz das 12. „Milieuschutzgebiet“ beschlossen. Auch hier werden dann Luxusmodernisierungen untersagt werden können, und die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen wird nur noch beim Erwerb der Wohnung durch den Mieter genehmigt. Und es gelingt zum ersten Mal, auch ein Gebiet in „Alt-Mitte“ unter Schutz zu stellen, die bisherigen Gebiete liegen im Wedding, Tiergarten, Moabit und Gesundbrunnen. „Es ist ein Erfolg der Bezirkspolitik, die sozialen Erhaltungsgebiete auf alle Stadtteile ausgeweitet zu haben“, äußerte sich dazu Sascha Schug, Sprecher für Stadtentwicklung der SPD Fraktion Mitte. 

15.02.2019 in Stadtentwicklung

Grünraum Bremer Straße - es geht voran!

 

Am 12. Februar begrüßte das Stadtentwicklungsamt des Bezirks Mitte ca. 50 Interessierte im ehemaligen BVV-Saal des Rathauses Tiergarten zu einem Werkstattgespräch über den Stand und die weitere Entwicklung des „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) Nahraum Bremer Straße". Das Konzept wird sowohl Maßnahmen für die klimatische und gestalterische Sanierung und Aufwertung des Straßen- und Freiraums als auch Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zur Stärkung sozialer Infrastrukturen (u. a. Jugendverkehrsschule, Unionplatz, Schul-Umwelt-Zentrum) ableiten. Das mit dem Projekt beauftragte Büro STATTBAU GmbH hatte bereits im Herbst 2018 mit einem Rundgang die Arbeiten begonnen und jetzt auch eine Kinder- und Jugendbeteiligung durchgeführt.

An fünf verschiedenen Tischen diskutierten AnwohnerInnen mit Experten der Behörden und PlanerInnen über Stärken und Schwächen verschiedener Teilbereiche der Bremer Straße und über ihre Wünsche, was künftig sein soll. Weniger Verkehr und sichere Überwege, weniger Müll, ansprechende Grünanlagen mit Sitzbänken und neuen Spielgeräten, im Schul-Umweltzentrum ein Glashaus und eine Küche und in der Jugendverkehrsschule auch Mobilitätsangebote für Erwachsene. Die Kinder haben sich übrigens ein Kiosk mit (kostenlosem) Eis für alle gewünscht. Daraus wird nun bis März 2019 ein Konzept entwickelt, das zunächst in der AG Sozialraumorientierung diskutiert wird, im Mai auch in den Ausschüssen der BVV.

Sonja Kreitmaier, 14.02.19

15.02.2019 in Wohnen

„Wenn Wir zusammenhalten schaffen Wir das“

 

Unter diesem Motto haben die Mieter*innen der Rathenower Straße 59 eine Petition zur Nutzung des Vorkaufsrechts des Bezirks Mitte gestartet. Ihr Haus mit etwa 15 Wohnungen bietet bisher günstige Wohnungen mit einem Mietpreis von meist noch unter 5€/qm kalt. Bei einem Verkauf an einen privaten Investor haben sie die berechtigte Befürchtung, sich dann die Mieten nicht mehr leisten zu können. Sie haben sich daher sofort an das Bezirksamt gewandt, damit dieses das bezirkliche Vorkaufsrecht anwendet. Denn die Rathenower Straße 59 im östlichen Moabit liegt in einem sogenannten „Milieuschutzgebiet“. Hier kann bei einem Verkauf von Wohnhäusern der Bezirk das Gebäude mittels einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft erwerben, um damit günstigen Wohnraum zu erhalten. Die oben genannte Petition fordert dazu auf, hier tätig zu werden.

Die Mieter*innen, die zum Teil in dritter Generation dort wohnen, tragen ihren Teil dazu bei. Aus diesem Grund veranstalteten sie auch ihr Hoffest am 9. Februar. Bei Jazz und Kuchen informierten sie die interessierte Nachbarschaft, die Medien und Bezirkspolitiker von ihrem Anliegen. Die SPD Fraktion Mitte unterstützt dieses Anliegen und setzt darauf, dass bis Anfang März vom Bezirksamt eine städtische Wohnungsbaugesellschaft gefunden wird, die das Haus in der Rathenower Straße 59 im Interesse der Mieter*innen erwirbt.

Sascha Schug, 14.02.19

13.02.2019 in Umwelt

Mehr Bienen für Berlin

 
Vortrag im BVV Saal Rathaus Mitte

Ein Vortrag von Dr. Christian Schmid-Egger im Rathaus Mitte

Ca. 40 Besucher und Besucherinnen - überwiegend interessierte Bürger und Bürgerinnen (darunter zwei Imker) und aus der Politik waren bei der Veranstaltung am 12. Februar 2019 zugegen.

Die Wildbiene ist gemeinsam mit der Honigbiene wichtigster Bestäuber im Ökosystem. Im Gegensatz zu dieser fliegt sie aber früher im Frühjahr und ist auch bei widrigem Wetter unterwegs.

Es gibt ca. 600 Arten von Wildbienen in Deutschland, darunter fallen auch verschiedene Arten der Wespenfamilien und die Hummeln. Die Honigbiene als domestizierte Bienenart dagegen ist ein „Haustier“, sie gilt u. a. als wichtiger Bestäuber von Ostbäumen und Raps. Die Wildform ist in Europa nahezu ausgestorben. Gehen die Imker zurück, gehen auch die Honigbienen zurück. Allerdings liegt hier noch keine Gefährdung vor, sie ist nicht Teil der vom Aussterben bedrohten Wildbienen. Imkern ist in letzter Zeit von der Stadtbevölkerung neu entdeckt worden und erlebt nun einen Aufschwung. 

02.02.2019 in Frauen

100 Jahre Frauenwahlrecht

 

Nachdem im November 1918 das Frauenwahlrecht beschlossen wurde, war es im Januar 1919 endlich soweit: Frauen konnten aktiv und passiv an den Wahlen zur Nationalversammlung teilnehmen. Das hart erkämpfte Frauenwahlrecht wurde Wirklichkeit. 

 

Frauen in der SPD BVV Mitte: Martina Matischok (Fraktionsvorsitzende), Sonja Kreitmair, Susanne Fischer (Stellv. Fraktionsvorsitzende), Sonja Linnemann, Daphne Jordan, Ana-Anika Waldeck, Vera Morgenstern