SPD-Fraktion fordert: Endlich neue Räume für Heimatverein Tiergarten

Veröffentlicht am 13.11.2017 in Pressemitteilung

Die Arbeit von Heimatverein und Geschichtswerkstatt Tiergarten e.V. steht wieder einmal auf der Kippe: Dem Verein wurden vom Bezirksamt Mitte die Räume in der Rostocker Straße gekündigt, weil nach Einbau eines Aufzugs kein Platz mehr ist. Die BVV Mitte hatte bereits 2015 das Bezirksamt ersucht, neue Räume zu finden. Auf Antrag der SPD-Fraktion im Mai 2017 wurde das Bezirksamt erneut gebeten, die Ersatzräume sicherzustellen. Im Oktober verabschiedete die BVV Mitte einstimmig einen Dringlichkeitsantrag der SPD-Fraktion zum Thema - passiert ist bisher aber kaum etwas.

Vera Morgensterin, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende des Ausschusses für Bildung und Kultur in der BVV Mitte: „Die Angebote des Vereins zur stadtteilbezogenen Geschichtsarbeit und die Mitarbeit vieler Bürgerinnen und Bürger sind nicht hoch genug zu schätzen!“ Sie fügt hinzu: „Es ist höchste Zeit, dem Verein dafür die notwendigen Räume langfristig zur Verfügung zu stellen.

Offensichtlich waren die Zuständigkeiten im Bezirksamt zunächst unklar, im Oktober 2017 (!) erfuhr die BVV Mitte, dass Stadtrat Spallek sich der Sache angenommen hat – leider nur halbherzig: er ließ bei den Ämtern im Bezirk anfragen, wer möglicherweise Räume zur Verfügung stellen könne.

Sonja Kreitmair, SPD-Verordnete in der BVV Mitte aus Moabit: „Wir erwarten von Herrn Bezirksstadtrat Spallek, dass er nun endlich konkrete Optionen aufzeigt – zumal das Bezirksamt selbst dafür gesorgt hat, dass der Verein ohne Räumlichkeiten dasteht. Vorschläge wurden gemacht, und es steht ihm frei, weitere Ideen zu entwickeln.“ Verärgert fügt sie hinzu: „Einfach abzuwarten, bis der Verein im wahrsten Sine des Wortes einpacken muss – das geht gar nicht.“

Der Verein hat vor ein paar Tagen erneut einen Brandbrief an den zuständigen Stadtrat geschickt, in dem er einen eigenen Vorschlag zur Lösung des Raumproblems unterbreitet. Die SPD-Fraktion in der BVV Mitte unterstützt die Bemühungen des Vereins und wird weiterhin – zusammen mit den Verordneten aus anderen Fraktionen – zeitnah nach einer Lösung suchen.

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