Haushaltspolitische Spielräume sinnvoll nutzen und Schwerpunkte setzen!

Veröffentlicht am 22.05.2017 in Pressemitteilung

Die Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin hat am vergangenen Donnerstag mehrheitlich dem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von SPD, Bündnis90/Die Grünen und Die Linke (DS 0477/V) zugestimmt, in dem das Bezirksamt ersucht wird, bereits bei der Aufstellung des Eckwertebeschlusses zum Haushalt 2018/2019 per Ende Mai 2017 Schwerpunkte zu setzen. Diese Schwerpunkte werden im Einzelnen genannt.

„Uns geht es darum, dass nicht erst bei den Haushaltsberatungen in den Ausschüssen Anfang September hektische Betriebsamkeit aufkommt,“ erläutert Andreas Hauptenbuchner, haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion in der BVV Mitte, und ergänzt: „So kann in aller Ruhe der finanzielle Spielraum überprüft werden, der sich nach langer Durststrecke dem Bezirk Mitte endlich bietet – auch wenn uns klar ist, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen können!“

So listet der Antrag Handlungsbedarf von „BVV“ (Finanzierung von Kinderbetreuung der BVV) über Wirtschaftsförderung (Schaffung einer weiteren Stelle zur Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen) bis zum Sozialbereich (Mittel zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit) auf. Schwerpunkte sind die Verstärkung der Mittel des Präventionsrates, die Erhöhung der Sachmittel für das Straßen- und Grünflächenamt zur Unterhaltung von Spielplätzen, zur zusätzlichen Anpflanzung von Bäumen, Reinigung der Grünflächen und Einrichtung von Trimm-Dich-Pfaden und Grillplätzen, der Ausbau von Sachmitteln für die Arbeit der Mieterberatungen in Milieuschutzgebieten und last but not least die Erhaltung und Ausweitung der derzeitigen Angebote der Jugend- und Jugendsozialarbeit, sowie die Finanzierung der Erhöhung des Versorgungsgrades.

„Wir legen auch Wert auf die Fortführung von Maßnahmen, die erfolgreich waren und vergleichsweise wenig Haushaltsmittel in Anspruch nehmen – wie z.B. die Finanzierung des Schülerhaushalts und seiner externen Begleitung,“ ergänzt Andreas Hauptenbuchner und fährt fort: „Allerdings fordern wir das Bezirksamt auch auf, Handlungsspielräume rigoros zu prüfen und unsere Vorschläge, die wir bewusst zurückhaltend angesetzt haben, auch angemessen zu verstärken. Ein besonders großes Augenmerk für die nächsten zwei Jahre liegt im Übrigen auf Personal und dem Bereich Bau.“

Die SPD-Fraktion geht zusammen mit den beiden anderen einbringenden Fraktionen davon aus, dass die Vorschläge des Antrags weitestgehend schon im Eckwertebeschluss Berücksichtigung finden und damit die vorhandenen finanziellen Gestaltungsmöglichkeiten  sinnvoll genutzt werden können.

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